Akupunktur        

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und insbesondere die Wirkungsweise der Akupunktur gehört zu den schwierigsten Themen, die den vom westlichen Denken geprägten Menschen vermittelt werden können. Im Rahmen meiner Ausbildung war das sicherlich die härteste Nuss, die ich zu knacken hatte. Gerade meine ursprüngliche Ausbildung in westlicher Medizin hat mich immer wieder nach Analogien suchen lassen, die es einfach nicht gibt. Bis es auf einmal „Klick“ in meinem Kopf gemacht hat und ich die Denkweise der TCM akzeptiert habe. Sie basiert auf dem Zusammenhang von Systemen, für die es zum Teil keine physiologische Entsprechung gibt. Und seit ich mich innerhalb dieses Gedankengebäudes bewege und danach behandle, habe ich viele, zum Teil verblüffende Erfolge erzielt. Mittlerweile ist die Akupunktur eine meiner bevorzugten Behandlungsmethoden, sie kommt in fast allen Therapieplänen vor. Jedoch gibt es klare Grenzen: Eine Prellung kann man mit Akupunktur behandeln, ein gebrochenes Bein sicher nicht. In der Humanmedizin wurde übrigens die Akupunktur im Jahr 2006 besonders geadelt: Nach mehrjährigen Studien über die wundersame Wirksamkeit der kleinen Nädelchen in der Schmerztherapie wurde für chronische Rücken- oder Knieschmerzen die Akupunktur in den Katalog der Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

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